Maiabendfest ~ Historie

Die Historie des Maiabendfestes ist geschichtlich nicht vollständig überliefert. Der Ursprung findet sich im Jahr 1388, in dem Graf Engelbert III. von der Mark in Fehde mit der damaligen freien Reichs- und Hansestadt Dortmund gelegen hat. Aus dieser Zeit ist überliefert, dass eine Gruppe von Dortmunder Kriegsknechten den Harpener Bauern eine Herde Vieh aus den gräflichen Waldungen (das heutige Harpener Bockholt) gestohlen haben soll. Die Harpener Bauern baten die Bochumer Junggesellen um Hilfe und es gelang diesen mit einer List, das Vieh wieder zurück zu erobern. Sie schlichen sich an die in einer Hütte rastenden Dortmunder Diebe an und erweckten bei diesen mit schrillen und lauten Pfiffen den Eindruck, sie würden angegriffen. Daraufhin flüchteten diese und ließen die gestohlene Herde zurück. 

Aus Dankbarkeit für diese mutige Aktion gestattete Graf Engelbert III. von der Mark den Bochumer Junggesellen sich jährlich am Vorabend des 1. Mai aus den gräflichen Waldungen im Harpener Bockholt eine ausgewachsene Eiche abholzen zu dürfen. Diese sollte dann an einen reichen Bochumer Bürger versteigert werden und aus dem Erlös sollte ein Fest gefeiert werden. Das Maiabendfest. 

Auch wenn sich die Historie des Maiabendfestes geschichtlich nicht in allen Details belegen lässt und sich hier möglicherweise Überlieferung, Dichtung und Sage vermischt haben, so wird dieses Fest bis heute gefeiert und gehört zu einem der größten Brauchtumsfeste unserer Region. 

Nach der Eichausgrabung im Harpener Bockholt im Jahr 2018 mit Adjutant Philipp Braun, Graf Engelbert Björn Sauerland und Junggesellenhauptmann Stephan Klünder.
Nach der Eichausgrabung im Harpener Bockholt im Jahr 2019 mit Adjutant Meiko Krämer, Graf Engelbert Björn Sauerland und Junggesellenhauptmann Stephan Klünder
Graf Engelbert Björn Sauerland und Junggesellenhauptmann Meiko Krämer im erweiterten Harpener Bockholt im Jahr 2020. Die Corona-Eiche wurde von den Harpenern in einem sehr kleinen Kreis "kampflos" an den Hauptmann und Grafen übergeben.